APD-A am 9.5.2015 in Großheubach

Richter: Michael Renner

APD-A 09.05.2015 in Großheubach oder ein perfektes Wochenende!
LolaWiese2 (3)Nachdem ich meine zweijährige schwarze Labradorhündin Ideal Companion Dolphin´s Blue Hour, kurz Lola und mich zur Dummy-A-Prüfung in Großheubach angemeldet hatte, entschieden mein Mann und ich, nicht erst am Prüfungstag zum Rosshof zu fahren. Die gut 200 km die wir von zu Hause aus zu bewältigen hatten, wären zwar technisch möglich gewesen, doch wir wollten es etwas stressfreier und gemütlicher angehen lassen. So buchten wir ein Hotel in der Nähe und waren bereits Freitagabend vor Ort und genossen bei einem leckeren Abendessen und einem Gläschen Wein den herrlichen Ausblick auf die umliegenden Weinberge und den Main. Es war der Start in ein perfektes Wochenende.
So fuhren wir Samstag nach einem ausgiebigen Frühstück erst um 9.15 Uhr vom Main hinauf zum wunderschön gelegenen Rosshof. Mein Mann packte sein Mountainbike vom Auto und verabschiedete sich für die nächsten Stunden. Mann wollte ja nicht stören. 🙂
Ich sortierte meine Sachen und war gespannt auf die anderen 8 Prüfungsteilnehmer. Als alle eingetroffen und die Formalitäten erledigt waren, wurden wir von der Sonderleiterin Christa Fassl-Steimle und dem Richter der Prüfung Michael Renner herzlich begrüßt. Jetzt konnte es endlich losgehen.
Die Prüfung begann mit der Frei-Verloren-Suche in einem kleinen Wäldchen nahe dem Hof. Da wir die 2. Starter im Feld waren, machten Lola und ich uns parallel zum ersten Prüfungspaar auf den Weg, um uns auf die erste Aufgabe einzustimmen. Danke an meinen Trainer an dieser Stelle dafür, dass er auch im Training immer wieder darauf achtet und hinweist wie wichtig eine frühzeitige Vorbereitung ist. Also liefen wir ein wenig bei Fuß an der Leine und machten kleine Unterordnungsübungen. Zur Beruhigung meiner Nerven bekam Lola auch noch ein besonderes Bestechungsleckerchen. Wie sich später herausstellte war das aber gar nicht nötig, oder hatte es deshalb so gut funktioniert? Nun ging es auch für uns endlich richtig los. Die zehn Dummies waren in besagtem Wäldchen, in einer kleinen Senke, mehr in die Breite als in die Tiefe, ausgelegt. Der Hundeführer stand nach dem Schicken erhöht und konnte den Hund immer recht gut beobachten. Der Richter gab die Suche frei und Lola durfte durchstarten. Zu meiner großen Erleichterung kam mein Hund mit Dummy genauso schnell wieder aus dem Gebiet herausgeflitzt, wie sie dort hineingelaufen war. Insgesamt mussten vier Dummies gearbeitet werden. Lola hätte gerne noch das ein oder andere Dummy geholt, aber sie wusste ja nicht, dass noch drei weitere Aufgaben auf dem Programm standen. So hieß es jetzt also ab in die Wartezone und stillhalten. Hier hatte ich die Gelegenheit den ein oder anderen Plausch mit den anderen Teilnehmern zu führen. Lola hat die Zeit mit Gras fressen totgeschlagen, was soll man denn als armer Hund auch anderes machen, wenn spielen und Blödsinn machen verboten ist?   🙂
Als alle an der Reihe waren ging es in der Gruppe zurück zum Startpunkt der Veranstaltung. Die Prüfungsaufgabenteile 2 und 3 “Einzelmarkierung mit Schuß” und “Appell” fanden direkt auf einer zum Teil frisch gemähten Wiese neben dem Rosshof statt. Beide Aufgaben wurden konzentriert angegangen und souverän von Lola gemeistert. Bis dahin lief also schon mal alles sehr gut. Jetzt fehlte nur noch Aufgabenteil 4 ” Einzelmarkierung am Wasser mit Schuß”.
Doch jetzt wurde ein Standortwechsel nötig. Da es am Rosshof kein geeignetes Gewässer gab, musste der letzte Prüfungsteil am Main stattfinden. So packten wir unsere Hunde ins Auto und folgten in einer Kolone dem vorfahrenden Richter den Berg hinunter – Richtung Großheubach. Die Sonderleiterin fuhr an letzter Position, dass auch ja kein Prüfling auf dem Weg dorthin verloren ging. Die Fahrt dauerte zum Glück nur kurz, doch als ich den Kofferraumdeckel des Wagens öffnete stand da mein kleiner schwarzer Flitzer im Feierabendmodus. 😉 Nun galt es Lola klar zu machen, dass die Arbeit noch nicht zu Ende war. Also nochmals Unterordnung, konzentrieren und dann hoffentlich auch den letzten Teil der Prüfung ohne großen Fehler bestehen.
Oha, der Startpunkt des Wasserapports war auf einer kleinen Wiese, die zwischen einem langsam fließenden Nebenarm des Mains und einem recht belebten Rad- und Fußweg lag. Zum Glück interessierten die Ablenkungen auf dem Weg gar nicht (was auch schon mal anders aussehen kann), denn Lola starrte gebannt auf das Wasser, in der Hoffnung dort gleich hineinspringen zu dürfen. Das Warten kam mir wie eine Ewigkeit vor, aber dann ging alles sehr schnell. Schuß, Dummy fliegt, Freigabe und zum Glück sitzt mein Hund noch neben mir! Ich schicke Lola an diesem Tag zum letzten Mal mit Apport los. Auch diese Aufgabe hätte sie nicht besser lösen können. Nach dem Anlanden kommt sie schnurstracks zu mir zurück und schüttelt sich erst, als ich das Dummy in meinen Händen halte. Michael Renner gratulierte uns zur bestanden Dummy-A-Prüfung und ich war in diesem Moment so erleichtert und gleichzeitig sehr stolz auf meine kleine Lola.
Die Prüfung war für uns perfekt gelaufen. Einige andere Teilnehmer hatten leider weniger Glück.
Die Siegerehrung fand abschließend bei einem gemeinsamen Mittagessen wieder auf dem Roßhof statt. Auch mein Mann war zwischenzeitlich wieder von seiner Fahrradtour zurück, sichtlich stolz auf unser Ergebnis. Michael Renner gab uns zum Abschluss noch einige Tipps zur Weiterarbeit mit unseren Hunden und dann löste sich die Prüfungsgesellschaft langsam auf. Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch die Felder, Wälder und Wiesen rund um den Rosshof kehrten auch wir glücklich in unser Hotel zurück und verbrachten auch noch den Sonntag in dem landschaftlich so reizvollen und abwechslungsreichen Maintal in Unterfranken. Für uns war das ein perfektes Wochenende, bei dem wir neben dem sportlichen Erfolg auch sehr viele neue nette Leute und Hunde kennenlernen durften.
An dieser Stelle möchte ich mich nochmals besonders bedanken bei Christa Fassl-Steimle, als Sonderleiterin für die tolle Organisation und die Leckerlis für die Hunde 😉 Mein Dank geht insbesondere auch an die gesamte Familie Renner, ohne die diese Prüfung in dieser wunderschönen Gegend gar nicht möglich gewesen wäre. Zu aller erst Danke Michael Renner für das ungezwungene und faire Richten, sowie die zur Verfügung Stellung eines solch schönen Prüfungsreviers. Vielen Dank Iris Renner für die Gastfreundschaft und Bewirtung. Ein dickes Lob und Dankeschön geht auch an Timmy Renner dafür, dass er den ganzen Tag als Helfer zur Verfügung stand.

Daniela Heeb mit Ideal Companion Dolphin´s Blue Hour “Lola”

Name des Hundes Hunde-
führer
Land-
mark.
Wasser-
mark.
Verloren
suche
Appell Summe Bemerkung
Velvet aus dem Burghaus St. Baum 15 0 11 12 0  n. b.
Ideal Companion Dolphin´s Blue Hour Daniela Heeb 20 20 20 18 78 Vorzüglich
1. Platz
Zealous Worker Alec De Beule Ulrike 20 18 18 19 75 Vorzüglich
2. Platz
Outboters bright Sun Alida Dr. Frischkorn 13 13 8 0 0  n. b.
Imperial Idle of Plaindasher Monika Köhler 14 0 15 0 0  n. b.
Indianapolis Iver of Plaindasher P. Metzler 16 14 18 18 66 Sehr Gut
3. Platz
Dotti v. Herrnfeld K. Schuhmann 18 15 0 18 0  n. b.
Joseph Maloney of Plaindasher M. Grundmann 15 13 13 0 0  n. b.
Julia Rainbird of Plaindasher P. Lamberti 15 15 15 17 62 Gut
4. Platz

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