Wetterkapriolen am Prüfungstag – am Ende ein guter Tag….

APD-A des LCD am 4.5.2019 im Odenwaldkreis

Die erste Aufgabe der sich an diesem Prüfungstag jeder stellen musste, war angesichts des Wetters nicht die gute Laune zu verlieren. Es hatte einen heftigen Wetterumschwung gegeben, mit Schnee, Hagel und Dauerregen. Von daher begrüßte Richter Michael Renner wetterfest eingepackte Menschen und Hunde und beantwortete erstmal ausführlich alle Fragen der Prüfungsteilnehmer. Darüber hinaus hatte er noch einige Ratschläge für uns, die scheinbar auch geholfen haben. Denn, das verrate ich jetzt schon, alle elf Prüfungsteilnehmer bestanden erfolgreich die Dummy A!
Mylo und ich erreichten 79 von 80 Punkten, wurden Suchensieger und durften einen kleinen Pokal und den Auftrag einen Bericht zu schreiben mit nach Hause nehmen.
Das tue ich hiermit gern und beginne mit der 1. Aufgabe, der Suche.

Das Suchengebiet war ca. 15 m breit, ca. 20m tief, wies kniehohen Bewuchs auf mit einzelnen Sträuchern und Bäumen. Wind kam seitlich von rechts, also schickte ich Mylo vom linken Rand des Suchengebietes in den Wind. Der kniehohe Bewuchs war mittlerweile (wir waren das vorletzte Team) teilweise platt gerannt und ich schaute mit Unbehagen auf diese „Rennstrecke“. Tatsächlich arbeitete Mylo nicht ganz so ruhig und konzentriert wie sonst, sondern wurde stellenweise etwas zu schnell. Völlig zu Recht kostete uns das ein Pünktchen…Beim Appell, der 2. Aufgabe, hatte ich dann aber einen Mr. Perfect an meiner Seite.
Wir mussten etwa 15 m Fuß laufen, der Werfer stand rechts vor uns, der Richter lief seitlich bzw. hinter uns. Dann fiel ein Schuss und das Dummy wurde in hohen Bewuchs vor eine kleine Baumgruppe geworfen. Nach erneutem Fuß laufen erfolgte die Freigabe. Nach der Ausrichtung fokussierte Mylo hochkonzentriert die Fallstelle und arbeitete punktgenau die Markierung. Dafür gab es 20 Punkte!

Bei der 3. Aufgabe, der Landmarkierung wurde deutlich, dass bei der heutigen Prüfung die Schwierigkeit nicht in der Distanz lag, sondern im Gelände bzw. dem Bewuchs.
Die Markierung fiel nach Schussabgabe in etwa 25-30 m Entfernung in hohes, dichtes Gras ohne einen markanten Punkt, an dem sich die Hunde hätten orientieren können. Mylo markierte punktgenau und setzte an der Fallstelle seine Nase ein. Wieder 20 Punkte!
An dieser Stelle möchte ich mich bei Tim Renner bedanken, der den ganzen Tag trotz Regen als Werfer zur Verfügung stand.
Die 4. und letzte Aufgabe war die Wassermarkierung, häufig das Zitterfach. Schließlich kann am Wasser so einiges schiefgehen. Man stand etwa 8-10 m von der Uferkante (kleiner See) entfernt, Schuss und Markierung von rechts, etwa 10 m ins Wasser. Mylo saß vollkommen ruhig neben mir, sprang nach der Freigabe mit einem Satz ins Wasser, packte das Dummy mittig und brachte es unverzüglich zu mir, um sich nach der Abgabe auf mein Kommando hin zu schütteln. Noch einmal 20 Punkte!
Es war ein sehr schöner Prüfungstag, der für mich sogar noch mit einem Sahnehäubchen, dem 1. Platz endete.
Ich möchte Michael Renner für das faire und ruhige Richten danken, der Sonderleiterin Christa Fassl-Steimle für die reibungslose Organisation und meinen „Mitstreiterinnen“ für die nette Gesellschaft. Irgendwo in der Retrieverwelt sehen wir uns bestimmt wieder…

Gabi Kallenbach mit Mylo Layne of the Naughty Dogs

….. und hier noch die Ergebnisse:

Hundeführer Einzelmarkierung Land Einzelmarkierung Wasser Verlorensuche Appell Summe Platz
Nikolas Renner 20 15 17 18 70 5. Platz/SG
Judith Tsuge 20 10 18 18 66 6. Platz/SG
Bianca Stephan 20 15 18 18 71 4.Platz/SG
Sarah Neu 20 17 11 13 61 7.Platz/G
Kristine Marschler 20 18 20 20 78 2.Platz/V
Iris Renner 20 20 20 18 78 2. Platz/V
Bettina Sander 18 20 19 20 77 3. Platz/V
Janin Engel 16 15 15 15 61 7. Platz/G
Andrea Heß 20 20 10 16 66 6. Platz/SG
Gabi Kallenbach 20 20 19 20 79 1. Platz/V
Sabine Rieder 13 20 10 10 53 8. Platz/G