Der Zweite Hund…….. Workshop am 7.4.2018 in Schöllkrippen

By 18. April 2018 News

Referentinnen: Petra Führmann & Iris Franzke Hundezentrum Aschaffenburg

Am 07.04.2018 wurde von der Regionalgruppe Rhein-Main ein interessanter Vortrag zum Thema – Zweiter Hund – angeboten.
Insgesamt 12 Teilnehmer, sowohl Mehrhundehalter als auch Einzelhundbesitzer, fanden sich auf dem Hof Schabernack ein. Nach einer Vorstellungsrunde ging es direkt los mit der Thematik „2. Hund“.
Die Idee und Umsetzung -2. Hund- ist schon von Anbeginn von verschiedenen Seiten zu  betrachten und zwar bevor der neue Vierbeiner einzieht.
Ist es der richtige Zeitpunkt, soll es ein Welpe oder ein reiferer Hund sein? Habe ich genügend Zeit und auch Geld für den 2. Hund…. Der Zeitfaktor ist nicht zu unterschätzen, sowohl der Welpe als auch der erwachsene Hund benötigen in der Anfangszeit für Erziehung und Bindungsaufbau mehr Zeit als man denkt.
Auch der Zeitpunkt des Einzuges des neuen Familienmitgliedes ist gut zu wählen! Wie ist der Grundgehorsam des ersten Hundes? Ist die Bindung zu meinem schon bei mir lebenden Hund so gut, dass sie durch einen zweiten Hund – evtl. auch einen Welpen nicht leidet? Kann sich der Ersthund gar zurückgesetzt fühlen?
Die Betrachtung der Vorteile das Rudel zu vergrößern soll natürlich auch nicht zu kurz kommen. Für den ersten Hund bietet sich ein Spiel- und Sozialpartner, denn das Spiel unter Hunden kann der Mensch nicht ersetzen. Mitunter gibt es mehr Auslastung für die Hunde, wenn sie miteinander spielen und kommunizieren.
Wenn dann der neue Vierbeiner tatsächlich einzieht bleibt zu überlegen – soll es ein Welpe sein, welche Rasse und welches Geschlecht soll das neue Rudelmitglied haben und wenn es kein Welpe werden soll – wie alt soll der neue Hund sein?
Beim Einzug eines Welpen ist zu bedenken, dass der Welpe einige Zeit benötigt bis er alleine bleibt, die Erziehung steht dann im Vordergrund und der schon in der Familie lebende Hund muss etwas zurückstehen!
Zieht zum schon in der Familie lebenden Hund ein weiterer ausgewachsener Hund dazu, muss man bedenken, dass die „Gewichtsklasse“ passt und dass die Rassen auch zueinander passen!

Sprechen die Hunde im Spiel „die gleiche Sprache“ oder wird gar einer der Hunde über- oder unterfordert!
Eine wichtige Frage bleibt noch zu klären: Rüde oder Hündin und bei der Entscheidung für einen erwachsenen Hund – wo soll die Zusammenführung der Hunde stattfinden? Bei einer Entscheidung für Rüden und Hündin, hier ist es wichtig ungewollte Deckakte zu vermeiden, d. h. einer der beiden Hunde muss kastriert oder sterilisiert werden. Die Belastung könnte zu groß werden. Dabei ist auch zu bedenken, durch Rüde und Hündin entstehen neue Aspekte in der Außenwirkung des Rudels und nicht nur Gute!
Der Vortrag von Petra Führmann und Iris Franzke  zeigte viele Denkanstöße auf  und es wurde viel diskutiert. Fragen wurden ausführlich und persönlich beantwortet und alle Teilnehmer haben interessante Informationen, Tipps und hilfreiche Lösungsvorschläge erhalten.
Ganz besonders loben möchte ich aber unsere Referentinnen für deren sehr humorvollen, kurzweiligen, informativen und freundlichen Vortrag.
Danke an Heidy Gröger, für die Sonderleitung und damit die prima Organisation!

Der Artikel im Original kann in der nächsten Clubzeitung gelesen werden!