Ergebnisse Schnupper-WT am 28.2.2015

Richter: Iris und Michael Renner, Detlef Henrich

Schwabissimos Aenni P. Böhninger Vorzüglich
Brown Hunt´s Heartbreaker Finlay S. Richert Vorzüglich
Neala´s Right Now L. Mair Vorzüglich
Ottfried v. Stall Buchenhof G. Günther Sehr gut
Schwabissimos Bella Prada C. Lehmann Gut
Dee-Fair True Black M. Weigel Gut
Equensis Bambi G. Mohr Gut
Kiera v. Kloster Haimbach Y. May Gut
Willi M. Nordhorn-Benz Gut
Dotti v. Herrnfeld K. Schuhmann Gut
Schwabissimos Bella Gucci S. Brandt Gut
Schwabissimos Bella Miss Sixty S. Weiser Gut
Teymore Sam R. Lenzbauer Bestanden
Schwabissimos Baby Max Mara K. Schwab Teilgenommen

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Schnupper-Workingtest am Samstag, 28.2.2015, in Groß-Umstadt/Heubach
Hallo, am besten stellen wir uns erstmal kurz vor: Wir sind der schwarze Flat-Coated Retriever Saci (Neala’s Right Now, inzwischen gut zwei Jahre alt, von Yvonne Jaussi), Frauchen Lore und Herrchen Gunther aus Mannheim.

Seit etwa einem Jahr trainieren wir ziemlich regelmäßig bei Claudia Rosker in St.Leon-Rot für die Dummyarbeit. Nach bestandener Begleithundeprüfung im letzten Herbst überlegten wir uns, dass wir mal bei einem Workingtest schnuppern wollten. Auf der Homepage des LCD stießen wir auf die Veranstaltung in Groß-Umstadt. Da wir gehört hatten, dass schnell ausgebucht sein könnte, schrieben wir schon vor dem in der Ausschreibung genannten Anmeldestart (der in unserem Urlaub lag) eine Mail an die Sonderleiterin Frau Steimle und bekamen eine sehr freundliche und entgegenkommende Antwort zurück, so dass wir gleich das Gefühl hatten, als absolute Neulinge bei ihr gut umsorgt zu werden. Ich hatte mich also als Hundeführerin angemeldet, Gunther hatte sich als Helfer angeboten, so fuhren wir mit großer Spannung an diesem kalten sonnigen Wintermorgen, etwas unausgeschlafen, durch den nördlichen Odenwald und bewunderten die schöne Landschaft. Gleich am Parkplatz eine freundliche Begrüßung und die Überprüfung der Unterlagen (für die Schnupperer: Nachweis von Tollwutimpfung und Haftpflichtversicherung), dann ging es mit Sack und Pack einen zunehmend matschiger werdenden Waldweg zu einer kleinen Hütte, die  offenbar das Hauptquartier für den Tag war. Hier begann das Training unserer schlechtesten Disziplin: Warten! Bis alle 14 „Schnupperer“ und etwa 10 „Anfänger“ eingetroffen waren, alle Papiere gesichtet waren und alle Teams ein passendes Plätzchen zum Stehen/Sitzen/Liegen gefunden hatten, verging doch einige Zeit, was unserem ungeduldigen Hund nicht besonders gefiel. Nicht einmal Spielen mit den anderen Hunden hat das strenge Frauchen erlaubt … Dann ging es sehr nett los, mit einer kleinen Begrüßung durch Frau Steimle, Vorstellung der Richter Iris und Michael Renner und Detlef Henrichs, einem Schlückchen Schnaps für jeden zum Aufwärmen sowie einer Tüte mit Vesper für Mensch und Hund.

Die Verteilung der drei Richter auf das Gelände am gegenüberliegenden Hang wurde erklärt und die Teams in drei Gruppen eingeteilt. Dann setzten sich alle in Bewegung und gingen zu den Warteplätzen, wo einige der Übungen ganz gut beobachtet werden konnten. Als vorletztes Team hatten Saci und ich genug Zeit, um sowohl das stille Warten zu üben (Saci versucht meistens, mich durch Fiepen daran zu erinnern, dass er eigentlich jetzt lieber etwas suchen oder holen will – daran arbeiten wir noch) als auch nochmal einen kleinen Spaziergang weiter weg zu machen, zum Aufwärmen, Lösen und Ablenken. Dann endlich durften wir den Hang hinaufkraxeln zur ersten Doppelaufgabe: Während unseres Herankommens wurde ein Dummy in das spätere Suchen-Gebiet geworfen. Dann kam die Erklärung und Vorbereitung der ersten Aufgabe: Sitz, Ableinen, Schuss und Markierung, Freigabe, Apport. Saci ist voller Begeisterung nach dem Schicken auf direktem Weg zur Markierung gerast, was uns ein Lob des Richters eingebracht hat, und hat das Dummy geradewegs gebracht, mit ruhigem Vorsitzen ohne Knautschen, traumhaft. Danach ging es „bei Fuß“ ein paar Schritte zurück zum Suchen-Gebiet, ziemlich klein, mehrere Dummys waren gut zu sehen. Saci hat sehr ordentlich die zwei nächstliegenden geholt, beim dritten Mal hat er ein paar Schleifen gedreht, aber immer konzentriert gesucht und schließlich auch das dritte Dummy gefunden und gebracht. Auch hier gab es ein Lob des Richters für ruhiges Schicken (Dank an Claudia für die guten Trainingstipps), verbunden mit der Mahnung, das Fiepen vor den Übungen abzustellen. Dann war dieser erste Teil beendet, wir gingen wieder zu unserem Warteplatz zurück, wo inzwischen die Sonne hinschien, so dass es nicht mehr ganz so eisig war. Die zweite Doppelaufgabe war in der Senke direkt neben dem Warteplatz: Sitz, Ableinen, Blind wird bei einem quer liegenden Baumstamm geworfen, so dass der Hund es sieht, Umdrehen (Tipp des Richters: linksherum drehen, damit der Hund vom Hinrennen abgehalten wird), einige Schritte Fußarbeit, wieder Umdrehen, Schuss fällt, Hund nach Freigabe auf das Blind schicken. Saci hat sehr schön gewartet und es dann gut geholt, ich wurde aber ermahnt, die Handbewegung langsamer und deutlicher zu machen. Danach ging es wieder ein paar Schritte bei Fuß in die andere Richtung, dabei war Saci recht unkonzentriert und wollte in diesem spannenden Waldstück gern rumschnuppern, auch das ist einer der Punkte, an denen wir noch arbeiten müssen. Dann gab es nochmal eine beschossene Markierung, bei der Saci den Hinweg über dorniges Gestrüpp, den Rückweg allerdings über einen bequemeren Pfad genommmen hat. Das war aber anscheinend in Ordnung. Inzwischen war es 11 Uhr vorbei, ich war bei den beiden Richtern gewesen, die sich – meiner Auffassung nach – die Schnuppergruppe geteilt hatten, deshalb dachte ich, dass wir fertig seien. Erfreut stellte ich fest, dass es bereits Würstchen vom Holzfeuer und tolle Salate zu essen gab. Dass nur ganz wenige Leute, davon kaum jemand mit Hund, beim Essen waren, hat mich nur ein kleines bisschen gewundert – ich vermutete, diese würden eben ihre Hunde jetzt noch spazieren führen, ins Auto bringen oder Ähnliches. Es hat sehr gut geschmeckt, auch der Kaffee und der Kuchen hinterher! Da ich mich während des Essens hauptsächlich mit meinem Mann ausgetauscht habe, über meine Erlebnisse bei den Aufgaben und seine Eindrücke als Helfer, habe ich tatsächlich erst zwei Stunden später, als ich von Frau Steimle direkt darauf angesprochen wurde, dass ihr bei der Auswertung Punkte von mir fehlen,gemerkt, dass ich die dritte Aufgabe ausgelassen hatte! Ich war sehr dankbar, dass ohne Weiteres angeboten wurde, dass ich die Übung nachmachen könnte, und finde es sehr großzügig, dass die Richterin und drei Helfer sich extra deswegen mit mir nochmal auf den Weg gemacht haben. Die Aufgabe selbst waren drei Markierungen, die nacheinander in unterschiedlichen Entfernungen beschossen und geworfen wurden. Weil Saci inzwischen schon etwas müde und vor allem viel lockerer war, ging auch die Fußarbeit jetzt etwas besser, allerdings hat die dritte Markierung so interessant im Gestrüpp geraschelt, dass er schon losflitzen wollte, als ich nur den Mund geöffnet hatte. Auf meinen Rückruf hin ist er aber brav sofort wiedergekommen und sitzen geblieben, bis ich ihn richtig geschickt habe. Da er sich jedesmal gut gemerkt hat, wo der Dummy liegt, hat er auch hier ein dickes Lob bekommen. Als wir dann wieder bei der Hütte waren, begann sofort die Siegerehrung. Ich wusste nicht,dass die Aufrufe von hinten erfolgten, da nicht bei jedem Teilnehmer die Auszeichnung dazugesagt wurde. Als ich als Letzte aufgerufen wurde, dachte ich mir, dass meine Punkte ja auch gerade erst ausgerechnet worden waren. Dass wir bei unserem ersten Schnupper-Workingtest gleich mit einem „Vorzüglich“ den ersten Platz belegen würden, hatte ich wirklich nicht erwartet! Unser Saci thront jetzt auf einer schönen neuen Decke, was toll ist, da die alte, die wir dabei hatten, erstmal in der Waschmaschine gelandet ist. Ganz bestimmt machen wir bald wieder einen Workingtest, vielleicht trauen wir uns dann schon, als A-Team zu starten!

Lore Mair mit Saci

Fotos Simone Keilwerth – Vielen Dank.
Fotos Monique Weigel
WT Groß-Umstadt